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Fischmarkt

Fischmarkt! Als Hamburger lacht das Herz, wenn man das Wort Fischmarkt hört. Natürlich war ich also sofort am Besuch auf dem Fischmarkt in Schanghai interessiert, als ich hörte, dass dieser rund um die Uhr geöffnet ist und sich damit für einen Besuch nach der Arbeit geradezu aufdrängt. Der Fischmarkt befindet sich erstaunlicherweise nicht in der Nähe des Wassers sondern eher im Westen der Stadt im Stadtteil Putuo. Und was für ein Fischmarkt das ist! Man verlässt die Metro-Station Zhenru und realisiert, dass die Straße erstaunlich nass ist. Es hat doch gar nicht geregnet? Der erste Stand des Fischmarkts erklärt, warum das so ist: Große Teile der gehandelten Ware (geschätzte 30 Prozent) wird lebendig gehandelt. Deshalb haben alle Stände - im Prinzip sind es kleine Ladengeschäfte, in einem gigantischen Gewirr aus Ladengassen, durch das Laster, Autos, Roller, Fahrräder, Menschen und Tiere wuseln - große Wassertanks, in denen sie die Fische aufbewahren. Demgemäß werden diese auch lebend angeliefert, aus großen Becken in Lastwagen. Das Wasser wird hinterher oder zwischendurch einfach abgelassen und auch beim Umladen der Tiere geht ein guter Teil daneben. Das erklärte also die nasse Straße. Und was kreucht und fleucht an den Ständen nicht alles! Lebendige Krebse und Krabben überraschen den Westler ja weniger, auch mit den Hummern hat man gerechnet. Aber alle denkbaren Formen von Fischen schwimmen umher, Seegurken warten auf ihren Käufer und Aale gleiten in Becken übereinander hinweg, dass man sich fragt, ob noch Wasser darin ist oder tatsächlich ausschließlich die Aale selbst. Außerdem Schildkröten in großen Kisten, nach Größe und Art sortiert. Und - besonders bemerkenswert - riesige Frösche und Kröten zu Hunderten quakend unter einem Netz. Gernau wie es offensichtlich die Kröten taten, fragte auch ich mich, wer die eigentlich essen soll. Franzosen habe ich jedenfalls keine gesehen. Auch Tintenfische und Quallen, schwammen um ihr Leben, obwohl sie sicherlich bald in einem chinesischen Kochtopf landen würden. Mehr als eine Stunde lief ich kreuz und quer durch die Gassen und Gässchen und habe doch nicht alle Stände gesehen. Dafür habe ich aber ununterbrochene Werbesprüche der Händler über mich ergehen lassen dürfen. Während ich noch verstehen kann, dass sie mich als Touristen identifizieren konnten, ist mir doch schleierhaft, wie sie vermuten konnten, dass ein solcher gleich eine lebende Seegurke bei ihnen kaufen würde. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass regelmäßig Europäer lebendes Essen auf dem Fischmarkt kaufen. Denn natürlich geht man auf diesen Fischmarkt nur zum Gucken - aber schon das ist es wert.
22.9.12 07:45
 
Letzte Einträge: Heiratsmarkt, Heimatliche Bräuche, Besuch, Suzhou, Flughafenfahrt, Old Town



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