Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback

http://myblog.de/schefzig

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Streetfood

Schon in Südamerika habe ich es gemerkt, aber Shanghai beweist es umso mehr: Deutschland fehlt ein wichtiger Baustein, den jede der kulinarische Landschaft aufweisen sollte: Streetfood! Überall in Shanghai stehen auf den Bürgersteigen kleine, fahrbare Herde, die die interessantesten Dinge zubereiten. Es qualmt und duftet, der Wok schleudert durch die Luft, das Feuer zischt ob der Öle, die herabtropfen und hungrige Chinesen reihen sich in die Schlange ein, um für sehr wenig Geld sehr leckere Sachen zu essen. So auch wir gestern Abend. Nachdem wir um 22 Uhr von einem Expat-Event ("Expatriots" - ursprünglich ein Begriff für die Einwanderer aus den USA, nunmehr eigentlich für jeden Ausländer) aufbrachen, auf dem es viel zu wenig Essen, dafür aber Getränke für viel zu hohe Preise gab (über die Expats werde ich sicher noch einmal in einem Eintrag lästern), schlenderten wir ein Wenig durch die Stadt, bis wir an einer Straßenecke auf 3 Street-Food-Stände stießen. Natürlich mussten wir erst einmal Mut sammeln und schauen, wie die Bezahlung läuft, was die Mehrheit der Chinesen so ißt und ob wir nicht eventuell verscheucht werden sollten. Nachdem wir uns aber eine Zeit lang eingewöhnt hatten, befüllten wir ganz fachmännisch einen Korb mit Dutzenden von Spießen, auf denen sich die tollsten Sachen befanden: Verschiedenste Fleischsorten, Pilze, Auberginen und Fisch. Diesen Korb stellten wir dann dem Hexenmeister an einem ca. 2m langen, sehr schmalen "Spießegrill" hin, der sie für uns zubereitete. Jim, ein Engländer, mit dem ich unterwegs war, wählte zusätzlich noch gebratenen Reis am Stand nebenan. Letztlich aßen wir zu Dritt für 40 Yuan (ca. 5 Euro), wurden dabei sicher noch übers Ohr gehauen, waren aber sehr glücklich und satt. Dabei muss man an einem derartigen Street-Food Stand selbstverständlich nicht im Stehen oder auf einer Treppe essen. Sie haben Unmengen kleiner Höckerchen und diverse Klapptische auf ihren Wagen, so dass sie im Handumdrehen für die Kunden ein Straßenrestaurant aufbauen. Ein kühles Getränk kauft man sich dazu im Alldays um die Ecke. Auch wenn man sich hier sicherlich häufig das deutsche Ordnungsamt herbeiwünscht. Das war keiner dieser Momente.
22.9.12 07:46
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung