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Suzhou

Suzhou wird als Venedig Chinas beschrieben. Es ist berühmt für seine alte Bausubstanz, die vielen Kanäle und seine Gärten. Dafür quälten wir uns um 07:00 am Sonntag aus dem Bett, um uns zum Bahnhof zu begeben. Dabei konnte bereits die Fahrt zum Bahnhof die erste Chinaerfahrung bieten. Die Metro in Shanghai ist nämlich Sonntags um 07:40 Uhr - wer hätte es gedacht - ziemlich voll. Es war zwar nicht wie in der Rush-hour, aber obwohl die Metro alle 5 Minuten fährt, waren doch alle Sitzplätze besetzt und die Mehrzahl der Fahrgäste musste stehen. Am Bahnhof angekommen gestaltete sich der Einkauf der Fahrkarte nach Suzhou am englischsprachigen Schalter als sehr einfach. Allerdings muss man als Ausländer seinen Reisepass vorlegen, der registriert wird. 20 Minuten danach saßen wir im Zug nach Suzhou. Es war ein G-Train. Was ist ein G-Train? Es ist der chinesische ICE. Für die ca. 90km lange Strecke benötigt er ca. eine halbe Stunde. Dabei fährt man bis zu 300 km/h und zahlt trotzdem nur 5 Euro. Ich war schwer begeistert.

Schön an einem derartigen Ausflug ist natürlich auch, mal aus der Stadt rauszukommen. Schon vorher freute ich mich auf die Landschaft und die Umgebung. Da hätte ich mich wohl einmal informieren sollen: Zwischen Shanghai und Suzhou gibt es viele Kanäle, Industriegebiete, Wohnblöcke und Baustellen - Natur aber nicht. Suzhou selbst hat mittlerweile 10 Millionen Einwohner. Das habe ich soeben recherchiert. Klar war mir das vorher nicht. Die Hochhaustürme und Wohnblöcke bei der Einfahrt passten also nicht ganz zu meiner Vorstellung von Venedig...

Als Suzhou im Bahnhof dann angesagt wurde, stiegen wir aus dem Zug aus. Außer Konstantin war noch mein englischer Freund Jim dabei. Tja, schwerer Fehler. Wir waren leider am Bahnhof im Industriegebiet gelandet. Hier war nur ein Ausstieg, aber kein Zustieg möglich. Nach längerer Diskussion und Hilfe von einem Bahnangestellten setzten wir uns also ins Taxi und fuhren zum Hauptbahnhof. Dort viel uns wohl-organisierten dann ein, dass wir auch ein Ticket für die Rückfahrt benötigten. Also auf zum Ticket-Counter - dieses Mal ohne englische Version. Glücklicherweise hat sich auch hier ein wichtiger China-Trick bewährt: Wenn man jemanden sucht, der Englisch spricht, sollte man immer zu den jungen Frauen gehen. Eine solche befand sich an dem von uns gewählten Schalter und konnte uns dann auch tatsächlich verstehen, so dass nunmehr auch die Rückfahrt gewährleistet war. Dann begann das eigentliche Sightseeing. Wir besuchten drei Gärten (inklusive eines buddhistischen Tempels), das Seidenmuseum und sahen auch Teile der Altstadt und Kanäle. Zu großen Teilen wurden die Kanäle mittlerweile allerdings zugeschüttet und die alten Gebäude abgerissen. Im Vergleich zu Shanghai existiert aber trotzdem noch wesentlich mehr alte Bausubstanz und wir hatten einen schönen Aufenthalt. Auch das Essen war spannend. Sowohl Jim und Konstantin als auch ich entschieden uns durch Zeigen auf die spannendsten Dinge in den Garküchen für diverse Gerichte, von denen wir jetzt immer noch nicht wissen, was es war. Trotzdem war alles sehr lecker, so dass wir durchaus begeistert waren. Jim und ich mischten aus Versehen Nachtisch und Hauptgericht. Aber wir entschieden uns, große Souveränität auszustrahlen, indem wir einfach entschieden weiteraßen. Glücklicherweise handelte es sich auch um kleine Bällchen, so dass wir fortan die süßen Bällchen mieden und sie erst am Ende verschlangen.

Insgesamt hatten wir einen wirklich schönen Aufenthalt und kamen schließlich abends um 22:15 müde aber fröhlich gestimmt in meiner Wohnung in Shanghai wieder an.
23.10.12 07:33
 
Letzte Einträge: Heiratsmarkt, Heimatliche Bräuche, Besuch, Flughafenfahrt, Old Town



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