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Old Town

Gestern waren wir zunächst beim Fabrics Market und haben 3 Blusen und zwei Mäntel bestellt. Von da aus plante ich, Leona das Panorama Shanghais zu präsentieren. Der Fabrics Market befindet sich an der Nanpu-Bridge, südlich der eigentlichen Promenade, so dass wir einfach nach Norden losgelaufen sind. China hat Shanghai vor wenigen Jahren eine neue Altstadt verpasst. Das bedeutet, dass sie die alten kleinen Häuschen, die um einen berühmten Garten (den Yu-Garden) herum standen abrissen und stattdessen eine Art Disney-Version des alten Chinas dorthingestellt haben. Diese Altstadt ist viel praktischer als das ursprüngliche Old Town. Sie ist sauber, bietet Platz für Tausende Touristen und ebensoviele Geschäfte. Südlich davon gibt es allerdings noch Gegenden mit den ursprünglichen kleinen Häusern. Teile davon sind touristisch erschlossen oder wenigstens halbwegs saniert, diese Teile waren mir bekannt, noch weiter südlich herrscht allerdings noch bittere Armut in die Gassen. Dort schleppte ich Leona jetzt also durch. Man darf das nicht falsch verstehen. China ist generell ein sehr sicheres Land, es gab keinen Grund, besorgt zu sein. Aber umso mehr Gründe, bedrückt zu sein. Die Häuser (allesamt bestehend aus Erdgeschoss und einem sehr niedrigen zweiten Stock) verfallen. Es ist überall schmutzig. Dazwischen bieten die Menschen ihre Waren an. Einige wenige Hühner, einige wenige Gurken, einige wenige Schuhe, oder was auch immer sie in ihrem Garten oder in ihren kleinen Werkstätten produzieren konnten. Teilweise ist es auch ganz einfach Ramsch. Autos sieht man hier keine. Nur Roller und Räder. Und es ist einer der wenigen Orte in Shanghai, an dem Ausländer wirkliche Aufmerksamkeit erregen.

Direkt hinter diesem Stadtteil stehen dann neue Wohnblocks mit 40 Stockwerken und luxuriösem Eingangsbereich. Das ehemalige Industriegebiet um die Ecke gleicht der Hafencity Hamburgs und 10 Minuten später saßen wir in einer Sky-Bar im 36. Stock eines Hotels mit Blick auf 3 der 10 höchsten Gebäude der Welt (und einer Baustelle, die bereits 2 dieser Gebäude überflügelt hat und auch das höchste Gebäude
Shanghais hinter sich lassen wir) und tranken Cocktails, die eigentlich viel zu teuer waren - Nicht für chinesische Verhältnisse, sondern für deutsche.

Die Gegensätze Chinas haben sich auch mir selten so eindrucksvoll gezeigt, wie in diesen wenigen Minuten.
12.11.12 07:52
 
Letzte Einträge: Heiratsmarkt, Heimatliche Bräuche, Besuch, Suzhou, Flughafenfahrt



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